Donnerstag, 5. August 2010

Sydney - Byron Bay - Sydney - Canberra - Melbourne

Huch, jetzt ist schon August! Es rast alles so dahin. Die Reise mit Silvia hat uns, wie vorher ausgedacht, bis nach Byron Bay geführt und dann wieder runter bis Sydney. Zwischenstopps wie Nimbin oder ein nochmaliger Besuch in Seal Rocks und dem angrenzenden Naturschutzgebiet waren echte Highlights, genau wie der Koala-Park in Port Macquarie oder der beheizte Pool auf dem Campingplatz in The Entrance.
Die Reise hat uns am Ende noch 2 Tage in Sydney beschert, wovon wir einen genutzt haben, um uns die Stadt anzusehen (es hat durchweg geregnet und war schweinekalt, sehr schade für Silvia, da sie ja da nicht nochmal so schnell hinkommt) und am zweiten haben wir uns einen Campingplatz in Flughafennähe gesucht und sind nochmal schick Essen gegangen (natürlich italienisch :-).
Nach ihrer Abreise vergangenen Freitag bin ich noch eine Nacht in Sydney mit zwei Kumpels von der Bananenarbeit geblieben, um dann meine erste Bulli-Reise allein anzutreten. Google-Maps hat mir versichert, dass der Weg über Canberra durchs Landesinnere der kürzeste ist, also höre ich auch darauf. Ohne mir die weiteren Begebenheiten anzusehen. Erste Etappe: Sydney nach Canberra. Nach ca. 200 km, also rund der Hälfte fällt mir auf, dass der vorherige Abend doch zu lang war und ich entschliesse mich zu einem Zwischenstopp in Jervis Bay, einem Nationalpark mit angeblich schönem Strand. Da koch ich mir eine Kleinigkeit und schlafe 3 Stunden, um dann gegen 21 Uhr Abends in Canberra, der Hauptstadt anzukommen. Da stelle ich mich ins Regierungsviertel einfach vor den Regierungspalast und krabbel hinter unter alle Decken, die ich im Bulli habe, denn je weiter es ins Landesinnere geht, desto kälter wirds. Morgens schnell ein paar Fotos aus dem fahrenden Auto und dann ab auf den Highway, laut GoogleMaps noch rund 460 km. Tja, und dann hab ich nochmal die Karte genauer gelesen, weil mir so viele Autos mit Skiern auf dem Dach entgegengekommen sind. Snowy Mountains. Was das wohl heisst. Naja, es ist zwar Winter, aber ich bin ja immernoch in Australien und sooo schlimm wirds schon nicht werden. Es wurde schlimmer. Von Nieselregen auf 1.100 Metern, zu Schneeregen auf 1.300 zu Schnee auf 1.700 Metern. Ich befand mich auf einmal in einem Schneechaos. Der höchste Berg Austaliens ist 2.228 Meter hoch und ich war nur knapp 500 Meter darunter und 150 Kilometer entfernt.


On the road_III


Mein Sommer-Bulli hat dann schliesslich an einer ordentlichen Anhöhe gestreikt. Durchdrehende Reifen und ein durchdrehender Robert waren die Folge. Keine Chance. Umdrehen. 350 Kilometer mehr hiess dieser Umweg. Ärgerlich. Aber immerhin habe ich mal Schnee gesehen.
Montag morgen bin ich dann in Melbourne angekommen, Regen und kühle 13 Grad haben schon auf mich gewartet. Dennoch finde ich die Stadt schön und bei weitem nicht so schnell und anstrengend wie Sydney - grade im Auto.
Mein neues zu Hause ist ein Parkplatz am Strand im Süden der Stadt, geduscht wird im Schwimmbad, in einer BP-Tankstelle ist meine Toilette. In 2einhalb Wochen fange ich dann die Hospitanz beim Radiosender SBS an, bis dahin heisst es JOB SUCHEN! Bisher noch völlig ohne Erfolg, ich hoffe auf Besserung.

Fazit: Ein herzliches Dankeschön an den Staat Victoria, der eine 1a-Internetverbindung für umsonst inklusive Steckdosen für Handy und PC in der State Library of Victoria im Stadtzentrum anbietet - mein neues Teilzeit-Büro. Nur Rauchen und Essen darf ich nicht...

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