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| On the road |
4 Monate Bananen sind rum. Und ich habs ohne böse Krankheiten überstanden, hab viele neue Freunde und Bekannte gefunden und mein Konto aufbessern können. Im Nachhinein kann ich sagen, dass ich viel viel Glück gehabt habe, mit meinen Zimmermitbewohnern, meinen zwei Jobs, den Leuten, die ich bei der Arbeit kennengelernt habe. Ich hab Tully oft verflucht, aber mittlerweile merke ich, dass es mich viel schlimmer hätte treffen können.
Nach einem ausgiebigen Party-Abschieds-Wochenende (immerhin haben 11 Leute gleichzeitig Abschied aus Tully gefeiert) in Tully und Cairns war Montag eine Reifen-Tour auf einem kleinen Fluss in der Nähe von Cairns angesagt. Drei Stunden Regenwald, Ruhe und Relaxen. Am Dienstag sind Laura (meine britische Mitreisende) und ich dann aufgebrochen. Immer dem Bruce Highway Number One folgen Richtung Süden, Richtung Sydney.
Australien ist ein absolutes Reiseland. Ich kann behaupten, dass mindestens 40 Prozent aller Fahrzeuge, die mir auf dem Highway entgegenkommen, umgebaute Bullis, Autos mit Wohnwagen oder Wohnmobile sind. Wahnsinn. Unsere Unterkünfte wechseln, Dienstag haben wir an der Strasse in der Nähe von Ingham geschlafen, auf einem Rastplatz, wo sich ungefähr 40 Gleichgesinnte mit ihren Fahrzeugen eingefunden haben. Mittwoch gings nach Airlie Beach, wo wir uns ein Hostel gegönnt haben - das Deutschlandspiel stand ja an! Und um 04.30 morgens hat leider kein Pub mit Fernseher geöffnet. Donnerstag war Ruhetag in Airlie auf einem Campingplatz angesagt - Bulli aufräumen, Vorhänge anbringen, Zelt reparieren, Ausruhen, Lesen, Schachspielen, Sonnen, Schlafen.
Freitag gings dann weiter, 510 Kilometer bis Rockhampton, ein kleiner Campingplatz an der Strasse war schnell gefunden. Gestern dann hatten wir ein Ziel - die Sunshine Coast. Eine Freundin von Laura wohnt hier und wir hatten weitere 560 km hinter uns zu bringen. Was wir nicht wussten, ist, dass die Freundin grade letzte Woche mit ihrem Verlobten ein Haus gekauft hat und wir quasi jeder ein eigenes Zimmer bekommen haben und bleiben können, solang wie wir wollen. Ihr Verlobter, Australier, ist selber 2 Jahre durch Europa gereist und weiss, was es für einen Backpacker heisst, ein eigenes Dach überm Kopf zu haben, Strom und warmes Wasser. Sehr gastfreundlich und der ideale Ort, um auf dem HD-Flachbildfernseher heute Abend DAS Spiel zu sehn. Laura und ihre Freundin sind britisch, den Verlobten habe ich auf meine Seite gezogen. Ich bin sehr gespannt.
In ca 10 Tagen will ich in Sydney sein, meinen Kumpel Peter treffen und mich über meinen ersten deutsch/italienischen Besuch freuen.
Fazit: Es ist zwar Australien - aber mit zwei Pullovern und der Decke über dem Kopf ist es immernoch Scheissekalt nachts im Bulli!! Und es wird kälter ...
| Von On the road |

