Die Great Ocean Road geht von West nach Ost im Süden Australiens ungefähr 300 Kilometer. Wir sind von Melbourne im Osten direkt den kurzen Weg durchs Landesinnere an den Beginn der Route gefahren, haben da noch zwei Mädels aus den Bananen wiedergetroffen und haben die Strecke dann mit zwei Bullis in Angriff genommen.
Von Wallanganbee (oder so ähnlich) gehts die ersten 120 km durch grünes, hügeliges Gebiet, das immer wieder von "Lookout-Points", so Plattformen, wo man die verschiedensten Felsenformationen sehn kann, unterbrochen. Das Wetter war völlig verrückt - Regen, kalt, dann wieder Sonne und Tshirt. Ein ständiges Auf und Ab. Im Ausgangsort haben wir dann auch noch Pinguine entdeckt, zwar nur Zwergpinguine, aber doch mal wieder eine neue Spezies auf der Liste der "Tiere, dich ich schonmal in freier Wildbahn gesehn habe".
Nach unzähligen Fotostopps sind wir auf einem Campingplatz in einem Ort gelandet, wo es laut einer bayrischen Mitreisenden "die besten Fish&Chips Australiens" geben sollte. Sagen wir mal so: es war lecker.
Der zweite Teil der großen Ozeanroute dann ist so, wie ich mir das vorgestellt hatte. Eine gewundene Strasse direkt am Meer. Wahnsinnswellen, bestimmt fünf leuchtend-strahlende Regenbögen und Felsen und Klippen soweit das Auge reicht. Ein Stück weiter im Landesinneren warten dann noch ein paar Wasserfälle auf den Auslöser der Digitalkameras und dann gehts auch schon wieder in städtische Regionen, zurück nach Melbourne.
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| Great Ocean Road + Melbourne |
Hier gibts eigentlich durchweg positive News. Vergangene Woche konnte ich nach 2 Tagen meine Karriere als Möbelpacker und Umzugshelfer beenden (Kurzarbeit, jeweils Tages-Anfragen durch eine Agentur) und morgen beginnt dann mein steiler Weg nach oben durch Schokolade, Zitrone-Käsekuchen, Krokant, Vanille, Minze, Mango-Papaya, Haselnuss und 143 andere Sorten.
Ich werde Eisverkäufer.
Bei Fritz Gelato in St.Kilda arbeitet man allein, ich werd morgens den Shop öffnen, zwischen 8 und 12 Stunden Eis an den Australier oder Touristen bringen und Abends mit dickem Bauch nach Hause kugeln (der Chef hat grade eben im Vorstellungsgespräch ausdrücklich betont, dass ich die Sorten alle probieren muss, um den Kunden Auskunft zu geben). Ja - nach Hause kugeln! Es gibt auch wieder ein zu Hause!
Ich wohne in einer WG mit 3 anderen Leuten, mit denen ich schon 3 Monate in Tully, in Bananenhausen verbracht habe. Die haben sich während meiner Tour über die Seestrasse um eine Bleibe gekümmert, so dass ich gestern nur noch einziehen musste. Ich teil mir ein Zimmer mit einem der britischen Jungs, ein britisch-irisches Pärchen wohnt in dem anderen, mein Kumpel Arran wohnt erstmal auf dem Sofa.
Und am Montag mach ich dann endlich wieder das, was mir eigentlich am meisten Spass macht - Redakteur sein. Da geht nämlich meine 8-wöchige Hospitanz beim Radiosender SBS los. Dazu dann beim nächsten Mal sicherlich mehr.
Das Schöne ist, dass meine Kalorienkarriere perfekt RadioRob passt, Radio gibts nämlich neben der täglichen Morgensendung Dienstags und Donnerstags Abends und kalte Freuden Mittwochs und Freitags Abends und am Wochenende. Ich würde sagen-es kann losgehn!
Fazit: die Achterbahn ist mal wieder auf dem Weg nach oben...

